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Kurz vor dem Jubiläum: FC Viktoria Kahl 1913 e. V.

Wenn es um Fußball aus unserer Region geht, ist dieser Name nie weit: FC Viktoria Kahl 1913 e.V. Seit Jahren begeistert der Verein Fußball-Fans unserer Region und liefert spannende Spiele, spektakuläre Tore und jede Menge soziale Aktivitäten. Der erste Vorsitzende Fritz Will erzählt aus der Geschichte des Vereins, über aktuelle, sportliche Herausforderungen und die Auflösung der Bezirksoberliga.

„Wir stehen ein Jahr vor dem hundertjährigen Jubiläum und sind momentan in der Planungs- und Vorbereitungsphase: Geplant ist das traditionelle Ortsvereinsturnier, dass sich seit mehr als 34 Jahren in unserer Region einen großen Namen gemacht hat. Da spielt die Freiwillige Feuerwehr gegen den Handball-Verein oder der Tennisclub gegen den Ringerverein: Es ist immer ein unterhaltsames Highlight in Kahl. Jeden Abend finden sich ca. 500 Zuschauer auf dem Sportplatz. Wichtig ist hier der soziale Aspekt: An dieser Veranstaltung nimmt der ganze Ort teil. Aus dem Kahler Vereinskalender ist das gar nicht mehr wegzudenken“, erklärt Fritz Will. Weitere unterhaltsame Hingucker des Sportjahres 2013 soll das durch die Viktoria organisierte Hahnenkamm-Turnier sein, an dem alle 10 rund um den Hahnenkamm gelegenen Vereine teilnehmen. Zum sportlichen Abschluss des Jubiläumjahres findet das Spiel der „Alten Herren Viktoria Kahl“ gegen die Traditionsmannschaft der Frankfurter Eintracht mit Karl-Heinz „Charly“ Körbel und vielen weiteren großen Namen des Frankfurter Fußballs. Das Datum steht allerdings leider noch nicht fest. „Im Januar 2012 veranstalten wir einen Neujahrsempfang für die Bevölkerung Kahls, im Oktober findet die offizielle Feier mit den regionalen Größen aus Politik und Sport statt. Hier veröffentlichen wir auch unser Jubiläumsjahrbuch mit Texten und Bildern aus 100 Jahren Vereinsgeschichte. Es ist schön auf diese Weise auf eine so intensive Vereinsgeschichte zurückzublicken“, so Will.

Über die Jahre hat sich die Alte-Herren-Abteilung der Viktoria Kahl als eine der stärksten Abteilungen des Vereins etabliert. Bestehend aus ehemaligen Landesligaspielern sind die „Alten Herren“ zwischen 35 und 50. „Wir sind sehr stolz auf diese Mannschaft, da sie nicht nur sportlich, sondern auch für den sozialen, geselligen Teil des Vereins unersetzlich ist. Sie organisieren viele Ausflüge und Veranstaltungen“, lobt Will. Der Vorsitzende freut sich besonders über die gesellschaftliche Rolle, die der Verein ausübt: „Unsere Flohmärkte auf dem Kahler Sportplatz haben z.B. auch eine gewisse Tradition. Es hat mit 10 Ausstellern angefangen und mündet dieses Jahr bei fast 150 Standplätzen. Das ist echt toll zu sehen, wie gerne die Kahler bei uns ausstellen. Bei schönem Wetter zwischen Mai und August ist der Sportplatz voll: Das sieht klasse aus, die Atmosphäre und das Ambiente sind hervorragend“.

Über die Auflösung der Bezirksoberliga zur Saison 2012/2013

„Ich war einer der Urheber dieser Idee, dass die dreigeteilte Liga, mit Landesliga Mitte, Süd und Nord, abgeschafft wird. Es ist aus wirtschaftlichen Gründen den Vereinen gar nicht mehr zumutbar so weite Strecken zu fahren: Wir sind über die Saison verteilt insgesamt zwischen 6000 und 7000 Kilometer gefahren. Als der letzte Zipfel des bayrischen Untermains muss man 8-mal in der Saison über 250 Kilometer für ein Auswärtsspiel nach Bayreuth oder 280 Kilometer für ein Spiel gegen Hof zurücklegen“, erklärt Fritz Will die Schwierigkeit des noch aktuellen Ligasystems. Für die Strukturveränderung hat er knapp 6 Jahre gekämpft: „2010 bekam ich endlich die Zusage für die Durchführung meiner Idee. Im Frühjahr 2011 wurden mehrere Arbeitskreisen mit Vertretern der anderen Landesligen in Leben gerufen, in denen festgelegt wurde, dass die Bayernliga in Süd und Nord zweigeteilt wird. Die darunter stehenden drei Landesligen werden auf 5 Ligen ausgeweitet, damit die Vereine näher zusammen liegen. Die Logistik bedarf somit weniger Aufwand und man kann sich auf die Qualität des Sports konzentrieren.“

In dem neuen Ligasystem sind kürze Fahrten wie z.B. nach Schweinfurt auf Dauer gesehen finanziell machbarer. Will erzählt lachend, er kenne auf der A70 nach Beyreuth „mittlerweile jeden Strauch, jeden Stein und jede Raststätte“. Es war also höchste Zeit für diese Systemänderung, die Fritz Will mit hartem Willen und großen Pioniergeist erreicht hat: „Wir brauchen uns nicht verstecken, wir haben in der Liga 12 Jahre lang einen guten Job gemacht, aber auf Dauer war die Logistik ein größeres Problem als die sportlichen Herausforderungen. So ist die Neuschaffung der Liga eine echte Wohltat. Im Jubiläumsjahr möchten wir natürlich auch in dieser neugeschaffene Landesliga spielen. Dieses Jahr ist somit ein Qualifikationsjahr für das neue System. Das Wunder der Direktqualifikation ist für uns noch möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir in der Winterpause personell sehr stark nachgelegt“, sagt Will entschlossen. Ob sein Verein den von ihm geebneten Weg einschlagen wird, stellt sich diese Saison heraus: Sowohl unsere ganze, fußballbegeisterte Region, als auch die Redaktion, drückt die Daumen. (km)


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