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Andere Länder, andere Sitten: so wird Weihnachten in anderen Ländern gefeiert

In fast allen Ländern der Welt wird – im Gegensatz zu Deutschland – das Weihnachtsfest erst am 25. Dezember begangen. Demzufolge gibt es auch die Geschenke erst an diesem Weihnachtstag. Oft bringt der Weihnachtsmann die Geschenke über Nacht. Dazu klettert er meist durch den Kamin und legt die Päckchen in Weihnachtstrümpfe, die die Familien am Tag vorher aufgehängt haben.

Dieser Brauch ist vor allem in den USA oder angelsächsischen Ländern weit verbreitet. Wenn die Kinder dann am Weihnachtsmorgen aufstehen, finden sie die Geschenke in den Weihnachtssocken. Auch bringt in den meisten Ländern der Erde der Weihnachtsmann die Geschenke. Das Christkind ist eher in Deutschland bekannt. Es bringt aber auch die Geschenke in Österreich und der Schweiz, in einigen Balkanländern und auch in Südamerika ist das Christkind durchaus bekannt und für die Bescherung an Weihnachten zuständig.

Ein ganz wichtiger Punkt an Weihnachten ist das Essen an diesem Festtag. Auch hier gibt es von Land zu Land große Unterschiede. In den angelsächsischen Ländern sowie auch in Kanada und den USA ist ein Weihnachtsfest ohne Truthahn undenkbar. Besonders ist das Weihnachtsfest in Australien oder Ländern auf der Südhalbkugel. Hier findet das Fest oft am Strand statt. Statt eines besinnlichen Festmahls, trifft sich die Familie in Australien oft zu einem Barbecue. Der Weihnachtsmann hat keinen dicken roten Mantel an, schließlich ist in Australien an Weihnachten Hochsommer. Oft kommt er auf dem Surfbrett über das Meer angefahren.

Es gibt sogar Länder, in denen die eigentliche Bescherung nicht am 24. bzw. 25. Dezember stattfindet. So gibt es in die Spanien erst am Dreikönigstag, am 6. Januar Geschenke. Auch in Italien erhalten die Kinder die Geschenke erst am 6. Januar. Hier bringt nicht der Weihnachtsmann die Geschenke, sondern die Hexe Belfana. In anderen Ländern dagegen, ist der Nikolaustag der Tag der Bescherung. So kommt an diesem Tag z.B. in den Niederlanden und in Belgien Sintaklaas zu den Kindern und bringt Geschenke. Die Weihnachtsfeiertage sind dann für Kirchenbesuch und Familienfeiern vorgesehen, aber nicht für Geschenke.

Der julianische Kalender in Russland sorgt dafür, dass Väterchen Frost zusammen mit dem Schneekind die Geschenke erst am 7. Januar bringt. Im afrikanischen Tansania ist es üblich, nur Kleidung an Weihnachten zu schenken, da man in diesem Land zum Weihnachtsfest neue Kleidung trägt. Alles in allem gibt es also vor allem Unterschiede, wann auf der Welt es an Weihnachten Geschenke gibt. Bei den Festtagen selbst ist vieles gleich. Besuch der Familie, gutes Essen (das natürlich je nach Land und Region unterschiedlich ist) und auch der Besuch der Kirche ist in vielen Ländern der Welt an Weihnachten in vielen Ländern üblich.

In Korea ist es üblich, das Fest mit der gesamten Gemeinde zu verbringen und nicht nur mit der eigenen Familie. Nach dem Gottesdienst essen alle gemeinsam in der Kirche und viele Jugendliche übernachten auch in der Kirche. Vorher ziehen sie durch die Gemeinde und singen Weihnachtlieder vor den Häusern der Gemeinde. Ganz besonders in den USA spielt die Weihnachtsdekoration eine sehr große Rolle. Viele Familien handeln hier nach der Devise „je mehr je besser“ und es kann gar nicht genug funkeln und glitzern. Es kann hier auch gerne mal richtig kitschig werden.

Weihnachtsmärkte, so wie wir sie in Deutschland kennen, sind in anderen Ländern eher unbekannt. Aber auch hier gibt es schon in der Zeit vor Weihnachten besondere Ereignisse, um die Zeit bis zum Heiligen Fest etwas zu verkürzen. In Mexiko beispielsweise wird die Geschichte von Maria und Josef jeden Tag vor Weihnachten nachgespielt. Sie ziehen Abend für Abend von Haus zu Haus, bis sie endlich am Heiligen Abend einen Unterschlupf finden.


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