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Nach der Schule: zukunftssichere Ausbildungsberufe

Es gibt mehr als 300 Ausbildungsberufe in Deutschland, denn die Vielfalt ist enorm. In den letzten 10 Jahren sind etliche Ausbildungsberufe verschwunden, weil sie keine Zukunft mehr hatten. Absolventen legen sich für viele Jahre auf ein Gebiet fest, daher möchten sie keinen Beruf erlernen, der sich von neuen Technologien ersetzen lässt. Um mit dem dynamischen Wandel der Berufswelt mitzuhalten, müssen Arbeitgeber reagieren und die Jugendlichen aufklären, bevor weitere Berufe wegfallen.

Warum sind einige Berufe zukunftslos? Schuld daran ist der technologische Wandel, sowie die Veränderung der Märkte. Nicht nur Krisen sind dafür verantwortlich, sondern auch Entwicklungen, die sich seit Jahren ankündigen.

Dazu gehören beispielsweise:
  • Die Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen
  • Eine Dematerialisierung des Produktionsprozesses
  • Technologische Entwicklungen
  • Künstliche Intelligenz

Unser Leben lässt sich natürlich nicht komplett über Apps steuern, dennoch sind einige Berufe in Gefahr. Denken wir nur an Drohnen, die unsere Post ausliefern sollen, autonomes Fahren oder Roboter in der Produktion. Technischer Fortschritt macht Arbeit in vielen Bereichen überflüssig. Einige Wissenschaftler befürchten sogar eine Dematerialisierung, wenn immer mehr über App und Smartphone abläuft. Bereits heute lassen sich damit beispielsweise Schlüssel ersetzen und einsparen. Der Arbeitstag verändert sich, ist flexibel und mobil. Dafür entstehen an anderer Stelle neue Arbeitsplätze und Ausbildungsberufe. Noch werden die meisten Berufe nicht von Algorithmen erledigt, denn der menschliche Faktor lässt sich nicht einfach ausblenden. Trotzdem werden auch beliebte Ausbildungsberufe einem starken Wandel unterworfen. Zum Beispiel Bürokaufmann, KFZ Mechaniker oder Einzelhandelskaufleute. Hier zieht die Computertechnik verstärkt ein und verlangt neue Fähigkeiten von den Auszubildenden.

Neue Berufe mit Zukunftsperspektive

Neue Berufe gilt es zu identifizieren, um jungen Leuten eine Perspektive aufzuzeigen, mit der sie sich an zukünftige Erfordernisse anpassen können. Schon heute sollten Auszubildende an die Zukunft denken, wenn sie sich nicht alle zehn Jahre neu orientieren wollen. Welche Berufe sind das? Sie sollten sich fragen, ob es den Job in zehn bis fünfzehn Jahren überhaupt noch gibt und welche Veränderungen darauf zu kommen. Wer sich auf Jobs mit Zukunft konzentriert, stellt die Weichen für eine erfolgreiche Karriere. Trends lassen sich schon vor der Berufswahl erkennen.

Technische Berufe mit Zukunft

Zu den klaren Gewinnern zählen die sogenannten MINT-Berufe, also Ingenieurswesen, Informatik, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik. In diesen Branchen stehen die Chancen nicht schlecht, einen Ausbildungsplatz mit Zukunft zu ergattern. Denken Sie nur an die Elektromobilität. Von der Herstellung bis zur Wartung und Pflege neuer Systeme ergeben sich hier viele Möglichkeiten.

  • Mechatroniker
  • Elektroniker
  • Ingenieur
  • Berufe in der Luft- und Raumfahrttechnik

Der Gesundheitsbereich sucht Fachkräfte

Die Bevölkerung wird immer älter und der Bedarf nach Pflegepersonal steigt stetig an. In keiner anderen Branche herrscht so ein starker Fachkräftemangel. Schon heute gibt es überall zu wenig Pflegekräfte und qualifizierte Fachkräfte für die Gesundheitsberufe. Es herrschen beste Berufsaussichten, bis weit in die Zukunft. Wer gut mit Menschen umgehen kann, der ist hier gut aufgehoben.

Berufe mit Zukunft in der Gesundheitsbranche sind zum Beispiel:
  • Krankenpfleger
  • Betreuungskräfte
  • Altenpfleger
  • Physiotherapeuten
  • Fachleute für das Pflegemanagement

Es fehlen Erzieher und Lehrer

Berufe im sozialen Bereich haben eine ähnliche Perspektive, wie im Gesundheitswesen. Es herrscht ein Fachkräftemangel. Der in den nächsten Jahren besetzt werden muss. Noch immer fehlen Erzieher und Lehrer, sowie verwandte Berufe. Diese können nicht einfach durch neue Technologien wegrationalisiert werden.

Ohne IT geht heute gar nichts mehr

Computer und Internet gehören heute zum Alltag. Damit alles reibungslos funktioniert, sind Fachkräfte aus der IT sehr gefragt. Hier sind in den letzten Jahren neue Ausbildungsberufe entstanden, die es vor einigen Jahren noch gar nicht gab. Werbung, Marketing sowie Vertrieb spielt sich heutzutage vor allem online ab. Webseiten müssen gut zu finden sein, denn sie sind der digitale Verkäufer des Unternehmens. IT-Systeme und logistische Abläufe müssen stimmen, denn die Kunden möchten Ihre Ware so schnell wie möglich bekommen, ohne großen Aufwand. Wer sich hier gut auskennt, dem steht eine interessante Karriere bevor.

Typische Ausbildungsberufe sind hier:
  • Fachinformatiker
  • Programmierer
  • SEO Spezialist
  • IT Systemmanager
  • E-Commerce

Handwerk hat goldenen Boden

Schon immer hieß es, Handwerk hat goldenen Boden, denn es ist keineswegs eine altmodische Branche, da diese Berufe eine interessante Zukunft haben. Es wird immer schwerer, einen Handwerker zu bekommen, denn viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Den Handwerksbetrieben fehlt der Nachwuchs. Handwerker werden auch in Zukunft gebraucht, da sich in diesem Bereich nur wenig automatisieren lässt. Das Handwerk gehört zum Mittelstand und ist als lokaler Arbeitgeber sehr attraktiv. Das duale Ausbildungssystem ermöglicht die Fort- und Weiterbildung bis zum Handwerksmeister. Es besteht die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen.

Berufe mit Zukunft aus dem Handwerk:
  • Maler und Lackierer
  • Elektriker
  • Dachdecker
  • Tischler
  • Klempner
  • Fliesenleger

Kaufmännisches Personal bleibt unverzichtbar

Ohne kaufmännisches Personal kommt kein Unternehmen aus, da auch in Zukunft die Waren und Dienstleistungen verkauft werden müssen. Organisationstalent und Verhandlungsgeschick kann kein Computer übernehmen. Dennoch hält auch hier das Internet und der E-Commerce Einzug. Die EDV ist allgegenwärtig, sei es mit Buchhaltungsprogrammen oder Warenwirtschaftssystemen. Es gibt über 80 kaufmännische Berufsbilder, denn Kaufleute sind nicht auf eine bestimmte Branche beschränkt, da sie überall dafür sorgen, dass effizient und kostengünstig gearbeitet wird. Dabei sitzen sie nicht nur am Schreibtisch, sondern haben vielfältigen Kontakt zu den Kunden der Firma.

Die Berufsmöglichkeiten sind vielfältig und abwechslungsreich. Kaufleute sind gut bezahlte Fachkräfte in den Unternehmen. Viele absolvieren eine kaufmännische Ausbildung vor dem Studium, um Praxiserfahrungen zu sammeln. Kaufmännisches Wissen ist in allen Branchen gefragt. Sie übernehmen Führungspositionen und legen die strategische Ausrichtung im Unternehmen fest. Ausbildungsplätze gibt es im Handel, in der Industrie sowie bei den Banken und Versicherungen. Diese Berufe passen sich den Gegebenheiten an, da hier meist die neueste Technik zum Einsatz kommt. Aich hier spielt der Bereich Online und Internet eine große Rolle.

Viele Wege führen in einen kaufmännischen Beruf, zum Beispiel:
  • Ausbildung als Kaufmannsgehilfe, wie zum Beispiel Bürokaufmann oder Einzelhandelskaufmann
  • Industrie- oder Bankkaufmann
  • Kaufmann im Groß- und Einzelhandel
  • Duales Studium mit Praktika im Betrieb

Die Ausbildung erfolgt dual, im Betrieb sowie in der Berufsschule. Nach Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung ist es möglich, sich zu spezialisieren. Zum Beispiel als Fachwirt oder Betriebswirt, mit einem bestimmten Schwerpunkt. Auch das klassische Wirtschaftswissenschaftliche Studium bietet weitere Möglichkeiten in diesem Bereich.

Viele Ausbildungsberufe, denen vor Jahren keine großen Chancen eingeräumt wurde, sind wieder da und haben sich den Gegebenheiten angepasst und sind weiter nachgefragt. Wichtig ist die Frage nach der Zukunftsfähigkeit. Hier sollten Sie sich beraten lassen und gleich von vornherein fragen, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt.


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