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Die häufigsten Symptome für einen Bandscheibenvorfall und die Behandlungsmethoden

Rückenschmerzen sind eine wahre Volkskrankheit, denn viele Millionen Deutsche leiden an. Verschwinden die Rückenschmerzen jedoch nicht wieder nach wenigen Tagen, so kann ein Bandscheibenvorfall unter Umständen die Ursache sein. Jetzt muss gehandelt werden, denn wird der Bandscheibenvorfall nicht sofort behandelt, so sind auch schwerwiegendere Folgen nicht auszuschließen. Doch wie macht sich ein Bandscheibenvorfall überhaupt bemerkbar, wie wird dieser festgestellt und welche Behandlungsmethoden kommen in Frage?


Foto: © Visivasnc - istock.com

Die häufigsten Symptome für einen Bandscheibenvorfall

Am häufigsten macht sich ein Bandscheibenvorfall durch Schmerzen bemerkbar, welche bei einer Belastung des Rückens auftreten - zum Beispiel beim Tragen schwerer Gegenstände oder beim Bücken. Diese plötzlich auftretenden Schmerzen werden mit der Zeit außerdem stärker. Je nachdem, wo in der Wirbelsäule es zu dem Bandscheibenvorfall kommt, sind außerdem meist verhärtete Muskeln vorhanden, welche in der unmittelbaren Nähe des Bandscheibenvorfalls auftreten. Diese Verhärtungen verschwinden auch nach mehreren Tagen nicht mehr. Zudem kündigt sich ein Bandscheibenvorfall häufig schon im Voraus an: Dies ist der Fall, wenn es über mehrere Tage zu Rückenschmerzen kommt, welche anhalten und nicht mehr verschwinden. Stahlen diese Rückenschmerzen darüber hinaus in die Arme und Beine aus, so ist das ein deutliches Anzeigen auf einen bevorstehenden Bandscheibenvorfall.

Es muss außerdem zwischen Symptomen unterschieden werden, welche bei einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule und einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule auftreten können. Kommt es zu einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule, so ist der Schmerz häufig bis in das Gesäß und die Beine zu fühlen. Zudem kann sich hier ein Kribbeln in den Beinen bemerkbar machen. Besonders schwerwiegend kann der Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule ausfallen, wenn es zu Lähmungen bestimmter Bereiche der Beine kommt. Tritt wiederum ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule auf, so macht sich dieser häufig durch Nackenschmerzen bemerkbar, welche über einen längeren Zeitraum anhalten. Zudem kommt es in den Händen und Armen zu einem Gefühl des Kribbelns und der Kälte. Schmerzen in den Armen, Händen und dem Hinterkopf können ebenfalls auf einen Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule hindeuten. Kommt es zu den erwähnten Symptomen, so sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden!

Wie wird der Bandscheibenvorfall diagnostiziert?

Im Zuge der Diagnose des Bandscheibenvorfalls wird zunächst stets eine Anamnese durchgeführt, in welcher der Arzt den Patienten befragt: Hier sammelt der Arzt vor allem Informationen zu dem genauen Bereich, in welchem es zu den Schmerzen kommt. Zudem bringt der Arzt in Erfahrung, seit wann die Schmerzen schon vorliegen, wie stark diese ausfallen und wie genau die Schmerzen ausfallen - es können nämlich durchaus unterschiedliche Arten von Schmerzen auf den Bandscheibenvorfall hindeuten. Anschließend führt der Arzt in der Regel eine körperliche Untersuchung durch, um die verschiedenen Angaben des Patienten zu überprüfen und schon die erste Diagnose aufzustellen.

Es kommt in diesem Zusammenhang zu einer umfangreichen neurologischen Untersuchung. Hier untersucht der Arzt, ob bestimmte Symptome, welche beim Patienten auftreten, tatsächlich auf eingeengte Nerven durch den Vorfall von Bandscheiben zurückzuführen sind. Der Arzt kann im Zuge dieser neurologischen Untersuchungen schon beurteilen, ob es sich um einen Bandscheibenvorfall handelt, welcher in dem Bereich der Lendenwirbelsäule oder der Halswirbelsäule auftritt. Um eine eindeutige Diagnose aufzustellen und die anschließende Therapie einzuleiten, muss der Arzt aber auf bildgebende Verfahren setzen: Nur mit einer CT oder einer MRT lässt sich eindeutig sagen, welche Art von Bandscheibenvorfall vorliegt und welche Therapie angewendet werden muss.

Wie wird ein Bandscheibenvorfall therapiert?

Viele Patienten rechnen bei einem Bandscheibenvorfall sofort mit einer Operation. Jedoch ist diese in circa 90 % aller Fälle gar nicht notwendig, um den Bandscheibenvorfall zu therapieren: Die meisten Bandscheibenvorfälle können mit einer regulären Schmerztherapie innerhalb von zwei Monaten behandelt werden. Der Arzt verschreibt im Zuge der klassischen Schmerztherapie zunächst schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente, damit sich der Patient wieder bewegen kann, ohne unter großen Schmerzen zu leiden. So muss der Patient nicht durchgehend eine Schonhaltung annehmen, welche die durch den Bandscheibenvorfall ausgelösten Beschwerden noch weiter verschlimmern kann. Zudem wird im Zuge der klassischen Schmerztherapie meist Wärme angewendet, denn diese kann Verspannungen im Rücken lösen und die Nerven entlasten. Nach der Schmerztherapie wird vor allem auf eine Physiotherapie und genügend Bewegung gesetzt.

Nur in sehr wenigen - und schwerwiegenden Fällen ist im Zuge der Therapie des Bandscheibenvorfalls tatsächlich ein operativer Eingriff notwendig. Die Operation erfolgt in der Regel nur, wenn der Bandscheibenvorfall Lähmungen im Körper hervorruft oder wenn sich dieser schnell verschlechtert und die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind. Zudem kann es zu einer OP kommen, wenn der Patient nicht mit einer klassischen Schmerztherapie behandelt werden kann. Darüber hinaus ist eine OP bei sehr starken Symptomen nicht auszuschließen.


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