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Karneval-Klub Kakadu 1966 e. V.

Man sieht sie im Fernsehen, auf Faschingssitzungen- und zügen: Gardetänzerinnen. Die Gardetanzgruppe des Karneval-Klubs Kakadu ist schon seit 1967 erfolgreiche Vertreterin dieser Sportart und überzeugt durch flotte und spektakuläre Auftritte. Wer Lust hat, kann gerne mitmachen, Verstärkung ist beim Kakadu immer willkommen.

Als erstes noch ein paar Informationen zum Gardetanz: Zunächst entstanden Faschingsgarden, noch ganz ohne Tanz, in Köln um das Jahr 1820. Es ging dabei um das „Lächerlichmachen“ des Militärs, deshalb bestanden diese Garden auch nur aus Männern. Die Idee mit dem Tanzen hat man sich erst 100 Jahre später aus dem Revuetheater der 1830er geholt und ähnliche Tänze auf Faschingssitzungen aufgeführt. Da im Revuetheater jedoch Frauen tanzten, trugen die Gardetänzer einfach Frauenkleider. Dies änderte sich erst im Zweiten Weltkrieg: Da Männer in Frauenkleidern mit Homosexualität assoziiert werden könnten, bestimmte die NSDAP, dass Frauenrollen auch von Frauen getanzt werden müssten. Die anfänglichen Bedenken der Karnevalsvereine, dass das Tanzen zu anstrengend für Frauen sei oder die Witze auf den Sitzungen dem weiblichen Gemüt schaden könnten wurden bei den ersten Aufführungen weiblicher Gardemitglieder schnell zerstreut. Seit dem findet man im Gardetanz fast nur noch Frauen. Auf der anderen Seite wird in Köln die „Jungfrau“, die zum Kölner Dreigestirn gehört, noch immer von einem Mann dargestellt.

Der „Can Can“ begeisterte

In Aschaffenburg verbindet man mit Gardetanz hauptsächlich den Karneval-Klub Kakadu, der auch über eine eigene Website mit vielen Informationen und vor allem schönen Bildern verfügt: www.karneval-klub-kakadu.de. Auch die Jugend des Kakadu ist sehr aktiv und bietet neben dem Tanzen eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche. Die informative Website der Kakadu-Jugend lautet: www.kakadu-jugend.de Der Karnevalsverein wurde 1966 gegründet und hatte in der Kampagne 1966/67 bereits eine kleine Tanzgruppe. Schon bald erzielte diese erste Erfolge. Wie die Chronik des Kakadu erzählt, begeisterte die Tanzgruppe 1972 das Publikum mit ihren „Can Can“. Und 1978 erzielten die Tänzerinnen des Kakadu den 4. Platz bei der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in der Kategorie „Gardetanz“.

Schon Kinder können mitmachen

Inzwischen bietet der Kakadu Gardetanz nicht nur für Aktive (ab 15 Jahren) an, sondern auch für Kinder von 5 bis 10 Jahren und Junioren von 11 bis 14 Jahren. Trainiert wird jeweils freitags in der Comeniusschule im Bessenbacher Weg (städtisches Kinderheim). Dabei trainieren die Kinder, bei denen auch Buben dabei und herzlich willkommen sind, von 17:45 bis 18:45 Uhr. Danach, von 18:45 bis 20:15 Uhr sind die Junioren an der Reihe und von 20:15 bis 22 Uhr dann die Aktiven. „Wer Interesse hat, bei uns mitzutanzen, ist jederzeit herzlich willkommen“, heißt es bei der Tanztruppe des Kakadu. Gardetanz, das ist nicht nur schön anzusehen, das Tanzen macht auch Spaß. Zumal es auch ein Gemeinschaftserlebnis ist. Tänzer und Tänzerinnen müssen natürlich fit sein, dafür wird aber auch fleißig trainiert. Nennenswerte Erfolge haben nicht nur die Aktiven, sondern auch die Kinder erzielt. So trat die Kindertanzgruppe in der Kampagne 2003/2004 mit ihrem Tanz „Biene Maja“ bei der Kinder- und Junioren-Fastnachts-Fernsehsitzung des Fastnachtsverband Franken auf und kamen beim Publikum sehr gut an.

Höhepunkt: Sitzung in der Stadthalle am 17. Januar

Natürlich treten die Tanzgruppen des Kakadu während einer Faschingskampagne auf mehreren Veranstaltungen auf. Höhepunkt ist aber die große Prunksitzung des Vereins, die seit 1992 in der damals gerade neu erbauten Stadthalle am Schloss in Aschaffenburg stattfindet. Dort zeigen die Kinder, die Junioren und die Aktiven, was sie können und haben dabei schon oft das Publikum mit ihrem Gradetanz begeistert. Hinzu kommt ein buntes und unterhaltsames Programm des Vereins. Für Fastnachter in Aschaffenburg ist die Sitzung ein Muss. In diesem Jahr findet die Prunksitzung übrigens am 17. Januar statt. Neben der eigenen Sitzung treten die Kakadu-Tanzgarde regelmäßig auf der Senioren-Sitzung in Aschaffenburg auf. Und der Umzug am Faschingssonntag in Aschaffenburg ist natürlich ein weiterer Höhepunkt jeder Kampagne.

Vereinsheim Lufthof

Bekannt ist der Kakadu in Aschaffenburg durch die schönen Feste in malerischer Umgebung auf dem Lufthof, seit 1981 das Vereinsheim des Karnevals-Klubs. Durch sehr viel Eigenleistung haben die Vereinsmitglieder den Lufthof wieder sehr schön hergerichtet. Im Juni jeden Jahres findet das Lufthof-Fest statt und im September dann das Weinfest im Lufthof. Ein Besuch bei beiden Festen lohnt sich. Doch zurück zum Karneval und zum Gardetanz: Wer den Verein und seine Tanzgarde jetzt gerne einmal live erleben möchte, der ist herzlich zur nächsten Sitzung, am 17. Januar 2015, um 19:30 Uhr in der Stadthalle Aschaffenburg eingeladen. (wrü)


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