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Großwallstadt: Schiffsführer nimmt Polizeibeamten der Wasserschutzpolizei bei Kontrolle gefangen

Bei einer Kontrolle der Wasserschutzpolizei verhielt sich ein Schiffsführer auf dem Main bei Großwallstadt alles andere als kooperativ. Er ließ nach erfolgter Kontrolle, bei der mehrere Verstöße festgestellt wurden, den kontrollierenden Polizeibeamten trotz mehrfacher Anweisung nicht von Bord. Er muss sich nun unter anderem wegen Freiheitsberaubung verantworten.

Am 02.04.2021, gegen 14:00 Uhr, führten Beamte der Wasserschutzpolizei der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach, eine Kontrolle eines niederländischen Frachtschiffs auf dem Main in der Schleuse Wallstadt durch. Sie hatten vorher mehrere Verstöße festgestellt, weshalb ein Beamter das Schiff zur Verfolgung der Ordnungswidrigkeiten betrat. Während der Kontrolle des 32 jährigen niederländischen Schiffsführers verhielt sich dieser unkooperativ und verweigerte zunächst die Herausgabe erforderlicher Dokumente. Im weiteren Verlauf sollte daher die Fahrt zu Berg in Richtung Klingenberg oberhalb der Schleuse unterbunden werden. Der Schiffsführer fuhr jedoch trotz mehrmaliger Aufforderung weiter und lies den Beamten nicht von Bord gehen. Auch nach eindringlicher Belehrung, dass dieses Verhalten einen Straftatbestand verwirklicht, setze der Schiffsführer die Fahrt fort. Es war deshalb dem Beamten nicht mehr möglich das Schiff zu verlassen. Erst 1 Stunde und 10 Minuten später hielt der Schiffsführer an der nächsten Schleuse, Klingenberg, an und lies den Beamten von Bord.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg musste der Schiffsführer eine Sicherheitsleistung in Höhe von 4.000 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens hinterlegen. Ihn erwarten nun mehrere Anzeigen wegen diverser Verstöße gegen schifffahrtsrechtliche Vorschriften und eine Anzeige wegen Freiheitsberaubung zum Nachteil des Polizeibeamten.


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